Digitale Gewalt gegen MINTA*

07.05.2026
Jugend- und Kulturzentrum Höchst
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Digitale Gewalt ist eine Bedrohung für Mädchen, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Jugendliche (MINTA*) – insbesondere in Zeiten von KI. Die Formen sind vielfältig – von Cybermobbing, Stalking, Belästigung, das Teilen intimer Inhalte bis hin zu Deepfakes. KI-Technologien greifen aktiv in diese Dynamiken ein und können digitale Gewalt sowohl erleichtern als auch verschärfen. Algorithmen, die auf diskriminierenden Trainingsdaten beruhen, reproduzieren rassistische, sexistische, ableistische und queerfeindliche Muster. Generative KI und Empfehlungssysteme sozialer Plattformen führen dazu, dass MINTA* nicht nur häufiger Ziel digitaler Angriffe werden, sondern dass diese Angriffe flexibler, dauerhafter und schwerer kontrollierbar sind.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Nivedita Prasad (ASH Berlin), MINTA* aus dem JuKuZ Höchst, Nora Bösel (FeM Onlineberatung), Julia Jawtusch (Frauennotruf), Valentina Lauer (Kinderschutzbund /Safe im Recht) und Alia Abbas (Social Media IM*T/ Café Müller) beschäftigen wir uns mit digitaler Gewalt aus intersektionaler Perspektive. Wir reflektieren kritisch: Was brauchen betroffene MINTA*? Welche Strukturen funktionieren bereits und wo bestehen Versorgungslücken?

Wir freuen uns auf produktiven Austausch und stärkende Vernetzung mit Musik von GG Vybe.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 5. Mai
info.frauenreferat@stadt-frankfurt.de
Telefon 069/ 212-44380

Veranstaltungsort: Jugend- und Kulturzentrum Höchst
Palleskestraße 2 | 65929 Frankfurt am Main
(S1, S2 Frankfurt Höchst, ab hier ca. 9 Min. Fußweg)

Saba Afeworki, Elena Barta und Andrea Keppler

Veranstaltungsablauf

17:00
Möglichkeit zum persönlichen Kennenlernen und für letzte Absprachen der Referent:innen / Beteiligten

17:30
Ankommen und Anmeldung der Gäst:innen

18:00-18:05
Begrüßung, Einführung und Moderation (Andrea Keppler)

18:05
Input von Prof. Nivedita Prasad (Alice-Salomon-Hochschule Berlin)

18:35
Betroffenenperspektive / Perspektiven der MINTA* (Girls Talk) aus dem Jugend- und Kulturzentrum Höchst (Eigene Erfahrungen, Beispiele und Fragen)

18:50
Vorstellung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten in Frankfurt
Nora Bösel (FeM, Beratung digitale Gewalt)
Julia Jawtusch (Frauennotruf Frankfurt)
Valentina Lauer, Kinderschutz / Safe im Recht

19:00
im Anschluss erweiterte Gesprächsrunde mit Alia Abbas (Social Media IM*T / Café Müller) und Prof. Nivedita Prasad für die gemeinsame Formulierung von Bedarfen und Handlungsempfehlungen: Was brauchen betroffene MINTA*? Welche Strukturen funktionieren bereits und wo bestehen Versorgungslücken?
Ziel sind praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine geschlechtergerechte gewaltfreie digitale Zukunft und konkrete Impulse für die Fachpraxis; Umsetzung der Istanbul Konvention und den Aktionsplan Feminist Fair Future

Ab ca. 19:30
Q&A: Öffnung der Diskussion / Fragen aus dem Publikum

Gegen 19:45
Informeller Austausch bei Snacks und Getränken mit dem DJ Kollektiv GG Vybes

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Wir möchten diese Veranstaltung barrierearm gestalten. Bei konkreten Bedarfen melden Sie sich bitte per Mail. Der Raum ist ohne Stufe erreichbar und eine barrierearmes WC vorhanden.